Johanna-Wittum-Schule

Biotechnologie-Kongress an der JWS

Biotechnologie Kongress an der Johanna-Wittum-Schule vom 11.2. – 15.2.2020

 

European Challenges in Modern Genetic and Epigenetic 2019 - 2021

Unter diesem Motto treffen sich Schülerinnen und Schüler aus Wien (A), Evreux (F), Vicenza (I), Brno (CZ) und Thisted (DK) an der Johanna-Wittum-Schule um gemeinsam wissenschaftlich zu arbeiten und sich darüber hinaus kulturell auszutauschen.

Gemeinsame Laborarbeit fördert europäischen Gedanken

Johanna-Wittum-Schule Gastgeber für internationalen Biotechnologie Kongress

 Etwa 70 Schüler und Lehrer aus sieben europäischen Ländern arbeiten im Labor der Johanna-Wittum-Schule vom 11.2. – 15.2.2020 auf dem Gebiet der Biotechnologie zusammen. Gemeinsames Ziel ist die Erstellung innovativer Unterrichtseinheiten mit Experimenten auf dem Gebiet der Genetik und Epigenetik. Diese Unterrichtseinheiten sollen künftig im Unterricht an europäischen Schulen zum Einsatz kommen.

Die Experimente beschäftigen sich mit der Erstellung eines genetischen Fingerabdrucks, wie etwa bei der Täterermittlung in der Forensik sowie mit der Herstellung eines Schmuckstücks in Form einer Halskette, die mit eigener Erbinformation aus den Mundschleimhautzellen der Teilnehmer gefüllt sein wird.

Gefördert wird das Projekt im Rahmen des Programms Erasmus+ der Europäischen Union. „Das wichtigste Ziel dieses Programms sei es, junge Menschen aus Europa zusammenzubringen und sie gemeinsam an interessanten und herausfordernden Projekten arbeiten zu lassen. Dadurch könne der gemeinsame europäische Gedanke gefördert werden“, sagte die Rektorin Frau Dr. Ulrike Kagerhuber in ihrer Rede bei der gestrigen Begrüßungsfeier.

Auch Doreen Bayer, Abiturientin der JWS, weist auf diesen Aspekt hin: „Die Europäische Union gibt uns Schülern die Möglichkeit auf internationaler Ebene im Team zusammenzuarbeiten, Verantwortung zu übernehmen und damit wichtige Erfahrungen für unser späteres Berufsleben zu sammeln“. Diese Ansicht teilt auch der Projektleiter Dr. Jürgen Braun: „Es geht mir das Herz auf, wenn ich Schüler und Lehrer aus 7 europäischen Ländern zusammen arbeiten sehe, die ein gemeinsames Ziel haben und dieses Ziel verwirklichen“.

Ein weiteres wichtiges Ziel sei es außerdem, die Schüler dabei zu unterstützen, ihre Fremdsprachenkenntnisse zu verbessern, berichtet der im Projekt engagierte Englischlehrer Michael Schlindwein. So wird das gesamte Projekt auf Englisch durchgeführt.

Neben den fachlichen und sprachlichen Aspekten ist auch der kulturelle Austausch sowie das Kennenlernen der Stadt Pforzheim und seiner Umgebung ein wichtiges Anliegen der Gastgeber. Im Projekt wird mit den regionalen Betrieben Forestadent, Admedes und C.Hafner zusammengearbeitet, die auch zur Besichtigung eingeladen haben. Ferner steht ein Besuch der weltweit aktiven Biotechnologie Firma Roche GmbH in Mannheim auf dem Programm.

Schon seit 2006 arbeiten die Partnerschulen sehr erfolgreich im Bereich Biotechnologie international zusammen. „Über die Jahre sind intensive Freundschaften zwischen den Partnerschulen entstanden, die weit über die Projektarbeit hinausgehen. So reist auch die ehemalige Partnerschule aus Istanbul nach Pforzheim an, um an dem Kongress teilzunehmen“, betont Jürgen Braun, der gemeinsam mit Michael Schlindwein das zweijährige Projekt von der JWS aus koordiniert.

Text: Dr. J. Braun

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